PRAXIS DR. MED. R. SAUTER
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INFEKTIONSDIAGNOSTIK

 

Untersuchungen

 

Bei der Krebsnachsorgeuntersuchung können folgende Methoden eingesetzt werden:

 

1.    Chlamydien 

 

Das Wort Chlamydien leitet sich vom griechischen Wort Chlamys (Kleid) ab, es sind Keime mit Eigenschaften von Viren (sie brauchen den Stollwechsel eines Wirtes, den sie befallen haben und vermehren sich in den Zellen), als auch von Bakterien, sie kommen auf leisen Sohlen und machen erst einmal kaum Beschwerden. Bei einer akuten Infektion kommt es zu einem eitrigen, verstärkten Ausfluss mit unlogischen Blutungen vom Muttermund, z.B. nach dem Verkehr oder bei Untersuchungen. Unerkannt wandern sie über Gebärmutter und Eileiter in den Bauchraum und können dort vollkommen unterschiedliche Verläufe nehmen: von einer akuten Bauchfellvereiterung, das ein sehr schweres, lebensbedrohliches Krankheitsbild darstellt bis hin zu unklaren Unterbauch-beschwerden mit immer wiederkehrendem Ziehen im Unterleib.

Aus zwei Gründen haben sie jedoch enorme Bedeutung:

  • unerkannt können sie in einer chronischen Infektion die Funktion der Eileiter zerstören, sodass die Frau aus scheinbar unerklärlichen Gründen nicht schwanger wird und

 

  • eine Infektion kann bei der Entbindung auf ein Kind übergehen und das Trachom, eine Infektion des Auges hervorrufen und unerkannt und unbehandelt zur Erblindung führen kann,was in Zentralafrika heute immer noch (viel zu oft) vorkommt.

 

Nach einer korrekten Diagnose heilen Chlamydien nach einer Antibiotikumbehandlung vollkommen aus, hinterlassen aber keine Immunität

 

 

Mehr unter: 

 

Chlamydien

2.   Pilzinfektion

Pilze sind Hefen, es gibt insgesamt ungefähr 200 unterschiedliche Hefearten, davon sind jedoch nur 3 für den Menschen krankmachend: Candida tropicalis, Torulopsis glabrata sowie der für 80% aller Infektionen verantworliche aggressivste Pilz: Candida albicans.

Pilze sind üblicherweise harmlose und symptomfreie Mitbewohner beim Menschen, sie gehören bei ungefähr der Hälfte aller gesunder Frauen  zur "normalen" Vaginalflora, ebenso sind bei der Hälfte aller gesunder, symptomfreier Frauen Pilze im Darm nachweisbar.

 
Ursachen

Eine Infektion kommt immer dann zustande, wenn die Abwehr des Wirtes eingeschränkt ist, wie z.B bei einer Erkältung, einer Grippe oder anderen belastenden Erkrankungen, wie z.B Krebs oder der Immunschwäche-Krankheit Aids. 

Eine häufige Ursache findet sich auch in einer Antibiotikum Behandlung. Antibiotika schädigen nicht nur die Bakterien, die einen Organismus krank gemacht haben, sondern leider auch die normale Standortflora in der Scheide, sodass andere Keime, die nicht auf Antibiotika reagieren, sich mit üppigem Wachstum bedanken: die Pilze.

Behandlung

 

Unbehandelt kann eine Pilzinfektion chronisch werden, üblicherweise dauert eine Pilzinfektion aber nicht länger als 2-3 Wochen. Die Behandlung führt man mit Präparaten  durch, die den wachsenden Pilzen falsche Bausteine anbieten, die diese gierig aufnehmen, der Körper muss dann den Rest selbst bewerkstelligen. Nach einer Behandlung ist eine Pilzinfektion innerhalb von wenigen Tagen abgeklungen. 

Leitsyntom der Pilzinfektion ist der quälende Juckreiz, ferner verurscht eine Pilzinfektion einen bröckeligen, weissen Ausfluss ("Kalkspritzer"). Eine Pilzinfektion ist üblicherweise nicht infektiös, es muss die Bereitschaft des Wirtes vorhanden sein, damit eine Infektion zugelassen wird, die dann die Abwehr des Wirtes überrennt. Deswegen ist es nicht verwunderlich, wenn die Frau ständige Infektionen hat, der Sexualpartner aber nicht (oder aber auch umgekehrt!!)

Es gibt Frauen, die sich durch ein unterwertiges Immunsystem gegen Pilze nicht adäquart wehren können und die immer wiederkehrende, durch banale Anlässe hervorgerufene Pilzinfektionen erleiden. Hier reichen die in der Apotheke frei käuflichen Medikamente nicht mehr aus!