PRAXIS DR. MED. R. SAUTERt
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FAMILÄRER BRUSTKREBS

 

Brustkrebs ist in Mitteleuropa und Nordamerika die häufigste Krebserkrankung der Frau. Es werden derzeit über 60. 000 Neuerkrankungen pro Jahr im  Bereich der Bundesrepublik neu festgestellt. Die Häufigkeit ist im Lauf der letzten Jahre ständig gestiegen. Auf 1000 Frauen rechnet man mit 45 Brustkrebsfällen (Neuerkrankungen) pro Jahr.

RISIKOFAKTOREN

Bestimmte Risikofaktoren lassen die Diagnose Brustkrebs über diese 45/1000 häufiger erscheinen und zwar:

  • späte erste Geburt (nach dem 30 Lebensjahr) um zusätzliche 11 Fälle (=56/1000): +11

  • starkes Übergewicht (über BMI 35) +12,

  • täglich Alkohol +13,

  • passives Rauchen + 16,

  • Brustkrebs bei nahen Verwandten +26,

  • starkes aktives Rauchen +27.

Durch den real exestierenden life-style wird Brustkrebs demnach in Zukunft weiter zunehmen. Es hat sich zudem herausgestellt , dass in  bestimmten Familien Brustkrebs und Eierstockkrebs deutlich häufiger auftritt. Man geht davon aus, dass 7,5% aller Brustkrebsfälle durch erblich bedingte (genetische=vererbte) Faktoren hervorgerufen werden.

KRITERIEN

Bei folgender Konstellation muss man den Verdacht auf familiären Brustkrebs äußern:

  • mindestens 2 Frauen in der Familie sind an Brust- und/oder Eierstockskrebs erkrankt, wobei eine davon zum Zeitpunkt der Erkrankung jünger als 50 Jahre alt ist

  • mindestens 3 oder mehr Betroffene, unabhängig vom Alter, sind an Brust- oder Eierstockskrebs erkrankt

  • eine Frau der Familie ist an einseitigem Brustkrebs erkrankt, wobei die Erkrankung im Alter von 35 Jahren oder früher aufgetreten ist

  • Eine Frau der Familie ist an beidseitigem Brustkrebs erkrankt, wobei die Erkrankung im Alter von 50 Jahren oder früher aufgetreten ist

  • Eine Frau der Familie ist an Eierstockkrebs erkrankt, wobei die Erkrankung im Alter von 50 Jahren oder früher aufgetreten ist oder es finden sich in der Familie 2 Ovarial Tumore unabhängig vom Alter

  • Eine Frau der Familie ist sowohl an Brust-, als auch an Eierstockkrebs erkrankt

  • Ein männlicher Verwandter ist an Brustkrebs erkrankt

 

 

Beratung & Aufklärung

 

Wenn derartige Kriterien zutreffen, wird die Vorstellung in einem von 12 spezialisierten Zentren (s.u.) vorgestellt. Es muss nach dem Gendiagnostik-Gesetz eine genetische Beratung und Aufklärung erfolgen. Dann wird der Gen-Test mittels einer Blutentnahme durchgeführt und nach Genmutationen durchsucht, die Brust-und/oder EierstocksKrebst auslösen können: BRCA1, BRCA2 sowie zusätzlich andere, eher seltenere Genmutationen.

Das Ergebnis muss der Patientin persönlich mitgeteilt und interpretiert werden. Nach Erstellung eines Individullen Stammbaumes wird die Wahrscheinlichkeit errechnet, mit der Brust-und/oder Eierstockskrebs auftreten wird. Davon abhängig kommt die Patientin in ein Intensives Präventionsprogramm: ab dem 25.ten Lebehnjahr bzw. 5 Jahre vor dem frühesten Erkrankungsalter der betroffenen Familienangehörigen wird einmal jährlich ein MRT (Magnetresonanz-Mammogramm), alle 1- 2 Jahre ab dem 40.ten Lebensjahr eine Mammographie sowie 2 mal jährlich eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung) durchgeführt.

Individuelles Risikomuster

Es wird nach dem Individuellen Risikomuster auch über eine operative Sanierung nachgedacht, wie es bei Angelina Jolie der Fall war (bei einem  Risiko von 85%, an Brustkrebs zu erkranken, war die Entfernung des Brustdrüsenkörpers sicherlich die richtige Entscheidung).

Es wird in besonderen Risikokonstellationen auch die prophylaktische Entfernung der Eierstöcke diskutiert. Die Bewertung der Daten im Internationalen Bereich sind noch in Bewegung, es gibt auch keine eindeutigen Leitlinien oder Richtlinien, sodass die Beratung und vor allem die Behandlung  immer  Individuell auf den Einzelfall abgestimmt sein muss.

 

Weitere Informationen:

 

Brustkrebs (Deutsche Krebshilfe)

 

Zentren